Vereinschronik des GTV- Almfrieden
Sitt und Tracht der Alten wollen wir erhalten, treu dem guten alten
Brauch.
Mit diesem Satz endet am 13. November 1921 ein Gruppentreffen um die Männer von Jakob Matt, und die Gründung des GTV Almfrieden war beschlossen.
Der im Jahr 1921 gegründete Verein währte allerdings nicht allzu lange, da er am 26.8.1933 aus politischen Gründen verboten wurde. Die Vereinsmitglieder ließen es sich jedoch nicht nehmen, sich heimlich zu treffen, auch wenn sie dadurch lange Wege in Kauf nehmen mussten. Leider forderte der zweite Weltkrieg auch in den Reihen unseres Vereines seine Opfer, manche
Mitglieder sind bis heute vermisst.
Der kameradschaftliche Zusammenhalt der Vereinsmitglieder prägte auch die 40er Jahre. Es galt sich aus dem wenigen Hab und Gut einen kleinen Neuanfang aufzubauen, gegenseitige Hilfe wurde hier zur Selbverständlichkeit.
1950 gaben die Besatzungsmächte ihre Zustimmung und das Vereinsleben konnte wieder offiziell aufgenommen werden. Der Verein ließ es sich nun nicht nehmen das Versäumte nachzuholen und veranstaltete große
Gautrachten- treffen am Messegelände im Jahr 52 und 56, bei dem bis zu 3500
Trachten- träger aus England, Frankreich, Holland, Italien, Österreich, Schweiz und Deutschland mitwirkten.
Das 30 jährige Jubiläum und die Fahnenweihe im Jahr 1957 wurden von der eigenen Musikappelle mitgestaltet. Auf die im Jahr 1957 gegründete
Freund- schaft zum Heimatverein Schwenningen und Musikverein Hochemmingen sind wir auch heute noch stolz.
Der in Bayern anhaltende schlechte Arbeitsmarkt in den 60er Jahre brachte neue Mitglieder mit sich. Das Wechseln der Gaststätten verfolgte das Streben nach einem eigenen Vereinsheim. Einem 1967 gestellten Antrag wurde im zweiten Anlauf bei der Stadt Villingen-Schwenningen stattgegeben und 1968 von Oberbürgermeister Herrn Dr. Gebauer ein Baugelände zur Verfügung gestellt.
Für den Verein folgten nun sehr ereignisreiche 70er Jahre. Unter der Bauleitung unseres Limmer Schorsches erfolgte die Grundsteinlegung am 27. Juni 1970. Das im gleichen Jahr stattfindende Richtfest wurde von der Presse und der Bevölkerung unter Bewunderung beobachtet, da das Vereinsheim ohne Großgeräte, in Eigenleistung und rein aus Spenden gebaut wurde. Auch die Einweihung 1972 wurde zur Großveranstaltung. Eine Tradition aus Bayern ließen die Almfriedler mit der Aufrichtung des ersten Maibaums 1974 in Schwenningen einfließen. Diese Tradition hält bis heute noch an und wird mit zahlreichen Besuchen von der Bevölkerung unterstützt.
Die Größe der Sommerfeste auf dem Parkplatz und die hohe Anzahl an aktiven und passiven Mitglieder lassen an der Standfestigkeit des GTV Almfrieden in den 80er nicht zweifeln. Der Ausbau der Außenanlage am Vereinsheim und der Neubau der zwei Eisstockschützenbahnen waren die Bestätigung. Auch wurde der Maibaum in einen sicheren Stand gebracht.
Die wirtschaftlich schweren Jahre von 1990 an hinterließen auch im Vereinsleben seine Spuren, die Gründergeneration war in einem gesundheitlich schweren Alter und jünger
Personengruppen waren nicht leicht für das Engagement in einem Verein zu begeistern. Ein Überangebot an Trendsportarten und der technische Aufschwung im Computerbereich, machten auch Musik- und Sportvereinen zu schaffen.
Wir befinden uns heute im Jahr 2006 der GTV Almfrieden hat heute vielleicht nicht mehr die Mitgliedergröße die er einmal hatte, dennoch hat er einen festen Stand in Villingen-Schwenningen. Er ist bei den Bürgern beliebt und präsentiert sich auf zahlreichen Veranstaltungen, unter anderem auch auf der Landesgartenschau 2010.
Unser Vereinsheim
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